Afrikareisen
Afrika – der schwarze Kontinent. Eine Beschreibung, die der Vielfalt Afrikas nicht im
Entferntesten gerecht wird. So bietet Afrika sowohl in kultureller, ethnischer als auch nicht zuletzt in
natürlicher Hinsicht große Vielfalt. Im nördlichen Teil findet man Gesellschaften und Kulturen orientalischen Typs
vor. Beispielhaft dafür stehen Ägypten, Tunesien und Algerien – und doch haben auch diese Kulturen ihre
bemerkenswerten Eigenheiten. In Zentral- und Südafrika findet man dann jene schwarzen Afrikaner vor, die man als
Menschenschlag am ehesten mit Afrika in Verbindung bringt.
Langweilig ist ein Urlaub in Afrika ganz gewiss nicht. So faszinieren schon die
fremdartigen Kulturen an sich. Egal, ob man im surrenden Kairo oder in einem kleinen Dorf der weitgehend natürlich
lebenden Völker unterwegs ist – exotisch wird es allemal. Und auch an Sehenswürdigkeiten, wie den ägyptischen
Pyramiden, mangelt es wahrlich nicht. Und die weitläufigen Nationalparks und Naturschutzgebiete laden zur
fantastischen Afrika Safari ein. Safari bedeutet übrigens “Reise“. Wer auf seiner Afrika Reise also mit “Safari
njema“ verabschiedet wird, dem wird eine “gute Reise“ mit auf den Weg gegeben.
Geographisch ist es ja erwiesenermaßen so, dass Afrika und Europa aneinanderwachsen – auch
wenn sich dies erst in vielen Tausend Jahren vollzogen haben mag. Nun wäre es wünschenswert, dass auch die
kulturellen und gesellschaftlichen Kluften überwunden werden (und wenn es geht etwas schneller als in Tausend
Jahren). Denn bei aller Lebensfreude, die man den Afrikanern im Allgemeinen attestiert, so sind speziell viele
Länder in Zentralafrika immer wieder Brandherde für blutige Konflikte und die ausgeprägte Armut scheint in weiten
Teilen Afrikas omnipräsent zu sein. Und auch wenn dies manch ein Safari Romantiker nicht gerne hören möchte: Armut
gehört ebenso zu den Eigenschaften Afrikas, wie der Sand in der Sahara. Eine Armut, die nicht zuletzt deswegen
vorherrscht, weil anderswo in der Welt der Überfluss kein Maß kennt – irgendwo muss es ja herkommen.....
Noch ein Grund mehr, um dessen Willen zu hoffen bleibt, dass wir uns endlich mit Afrika
solidarisieren. Möglicherweise kann die WM 2010 – die erste Fußball Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden – zur
Verständigung beitragen, wenn so manch ein Fußball Fan auf seiner Südafrika Reise seine Sinne auch für das
Geschehen abseits der Plätze schärft. Doch das bleibt abzuwarten.
Was viele nicht wissen, ist, dass die Armut in weiten Teilen der Welt und speziell in
Afrika nicht darauf zurückzuführen ist, dass diesen Menschen nicht genug gegeben wird, sondern dass ihnen so viel
genommen wird. Denn wo kommt unser Kaffee her (nach dem Erdöl wichtigstes Exportgut überhaupt!)? Wo kommt unser
Tabak her? Wo kommen all die exotischen Früchte und Ebenhölzer her, die man bei uns nicht vorfindet? Nicht selten
kommen sie aus Afrika. Doch warum muss Afrika dann hungern?
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